Denk mal an Freiheit

Projekt Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig

  • Foto: ABL /Bernd Heinze

  • Foto: ABL/ Frank Sellentin

Ein Denkmal für die Friedliche Revolution ´89, warum?

Weil sie ein unverzichtbarer Teil der europäischen und deutschen Erinnerungskultur ist.

Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 ist ein einmaliges Ereignis in der deutschen Geschichte. Keine Gewalt führte zum Sturz der SED-Diktatur, sondern Zivilcourage und das Zusammenstehen der Demonstrant*innen in der ganzen ehemaligen DDR. Gemeinsam mit den Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa ebnete die Friedliche Revolution den Weg zur Überwindung der Spaltung Europas und ermöglichte die deutsche Einheit.

Warum in Leipzig?

In Leipzig entschied sich der Erfolg der Friedlichen Revolution

Die Friedliche Revolution fand inmitten günstiger politischer Begleitprozesse in Europa statt. Sie hatte eine Vielzahl von Beteiligten und durchlief mehrere Stadien, aber sie hatte einen klaren Entscheidungsmoment: die Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989, Wendepunkt der gesamten weiteren Entwicklung.

Dieser magische Freiheitsmoment mit seinen Folgen für ganz Deutschland verdient es, mit einem angemessenen Zeichen gewürdigt zu werden. Und wo, wenn nicht in Leipzig? Ein solches Zeichen bietet die Chance Erinnerungen wachzuhalten, Emotionen hervorzurufen und Denkprozesse anzustoßen.

Mit der Vergegenwärtigung von Erinnerungen können die Erfahrungen und Werte der Friedlichen Revolution ins Heute und in die Zukunft geführt werden: Gewaltfreiheit, Zivilcourage und solidarisches Handeln.

  • Am 9. Oktober 1989 demonstrierten 70.000 Menschen auf dem Leipziger Ring für Freiheit.
    Foto: ABL /Martin Jehnichen

  • Von den Montagsgebeten in der Nikolaikirche gingen wichtige Impulse für die Friedliche Revolution aus.
    Foto: ABL /Bernd Heinze

Denkmal an Freiheit

Am 4. Dezember 2008 forderte der Bundestag die Bundesregierung auf, „gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig den Beitrag der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zur Friedlichen Revolution auf angemessene Weise zu würdigen.“ Mit seinem Beschluss vom 17. Juni 2009 nahm der Stadtrat der Stadt Leipzig diesen Auftrag an und begann mit ersten Planungen für eine Umsetzung. Der erste Verfahrensversuch wurde im Jahr 2014 ohne Ergebnis beendet. mehr

Ende 2017 beauftragte die Leipziger Ratsversammlung die Stiftung Friedliche Revolution, einen neuen Verfahrensvorschlag für ein Denkmal zu entwickeln. Auf Basis dieses Konzepts beschloss der Leipziger Stadtrat in seiner Sitzung am 15. September 2021, Oberbürgermeister Burkhard Jung erneut mit dem Beteiligungsprozess zu einem Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig zu beauftragen.
Diesen Prozess soll die Stiftung Friedliche Revolution als Vertreterin der Zivilgesellschaft nun transparent und unter breiter Beteiligung der Bürger*innen umsetzen

Diese Website begleitet den Prozess mit aktuellen Informationen und Beteiligungsangeboten.

Projektträger: Stiftung Friedliche Revolution

Zum 20. Jahrestag des 9. Oktober 1989 gründeten Bürger*innen aus Ost und West, Kirchenleute und Friedensaktivist*innen 2009 in Leipzig die Stiftung Friedliche Revolution .
Gründungsvorstand Christian Führer (†): „Wir wollen die Friedliche Revolution nicht ins Museum stellen, sondern wir wollen weiter gehen und auch heute zum Handeln anstiften. Die Friedliche Revolution muss weiter gehen und auch die Wirtschaft einschließen.“
Die Stiftung will die grundlegenden Wertemuster der Menschen, die 1989 in den Kirchen und auf den Straßen für den friedlichen Wandel eingetreten sind, in die heutige Zeit überführen.
Gefördert von:

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.